Im Vordergrund steht die Begegnung zwischen den Generationen und der Schaffensprozess. Das Team von ZEITSPRUNG versteht den Begriff Generationentheater über die Ensemblezusammensetzung hinaus auch bezüglich der Themenwahl und des Zielpublikums. Zeitsprung hat eine Theaterpraxis entwickelt, die den Rhythmen und Bedürfnissen der verschiedenen Lebensalter gerecht wird.

Foto: Christine Wawra
Umso erstaunlicher auf den ersten Blick der Ausspruch des ältesten Ensemblemitglieds, Anneliese Goth (86), die in einem Interview mit dem SWR sagte: »Das Beste an der Arbeit im Generationentheater ZEITSPRUNG sei, dass es hier niemanden interessiere, wie alt sie eigentlich ist.« Wenn zum Aufwärmen Volleyball gespielt wird, dann wird Volleyball gespielt, jeder mit seinem vollem Einsatz, und Anneliese ist dabei! Dafür steht dann auf dem Probenplan vom Wochenende auch schon mal das Mittagsschläfchen für ältere Mitspieler, während die anderen weiterarbeiten.
In der heutigen Zeit wird oft von einer Kluft zwischen den Generationen gesprochen. Das ist in manchen Bereichen auch ganz eindeutig der Fall. Es ist die Zeit des Internets, der Handys, der neuen Technologien. Dieses Tempo, das wir heute haben, die Flut an Informationen, die auch mental erst einmal verarbeitet sein will, das gab es in den vergangenen Generationen schlicht nicht. Zeitsprung arbeitet mit den Impulsen aus den verschiedenen Generationen, mit deren Interessen, Erfahrungen, Geschwindigkeiten, Spannungen, Geschichten.

Foto: Christine Wawra
Das Generationentheater sucht den Brückenschlag zwischen den Generationen. Jede Generation könne von der jeweils anderen lernen und profitieren, sagte sinngemäß im SWR-Interview Valerie, die damals jüngste des Ensembles.
Ziel der intergenerativen Theaterarbeit ist für Helga Kröplin neben der Theaterkunst ein gleichberechtigtes Miteinander der Menschen verschiedenen Alters, bei dem jeder mit seinen Qualitäten beteiligt ist.
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